Hygiene
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Hygiene

 

Nun ein paar Worte zu Hygiene, die bei mir an ERSTER Stelle steht.

Hygiene, sterilität und Sauberkeit ist das wichtigste um Kreuzkontaminationen

zu vermeiden. Sterile Arbeitsmaterialien sind das A und O.

Hier zeige ich euch alle Schritte die sorgfältig von mir getätigt werden,

um meine Arbeitsmaterialien zu sterilisieren.

 

Schritte bis zu steril eingeschweißten Arbeitsmaterialien:

 

Als erstes wird im Ultraschallreinigungsgerät eine Lösung, bestehend
aus destilliertem Wasser und einem alkalischen Reinigungsmittel, angerührt.
Entmineralisiertes Wasser ist bei allen Schritten erforderlich, da dieses keine
Mineralien enthält, und sich somit kein Flugrost am Sterilisiergut bilden kann,
bzw. keine Ablagerungen wie Kalk entstehen können.
Danach wird diese mit der Entgesungsfunktion entgast.
Der Lösung wird somit der Sauerstoff entzogen, um eine bessere
Reinigungsleistung zu erziehlen.
Sauerstoff lässt sich sehr viel besser komprimieren (verdichten)
als Wasser. Da ein Ultraschallreinigungsgerät mit Druck- und Unterdruckwellen
reinigt, die durch die in diesem befindliche Lösung geleitet werden,
würde im Wasser eingeschlossene Luft die Druckwellen kompensieren (dämpfen),
was eine schlechtere Renigungsleistung zur Folge hätte.
Das Entgasen dauert ca. 30 Minuten.
Als nächstes werden die aufzubereitenden Gegenstände (Zangen,
Piercingschmuck, Tattoogriffe, ...) im Ultraschallreinigungsgerät gereinigt.

 

 












 






Dies dauert je nach Verschmutzungsgrad ca. 1 Stunde.
Nach der Reinigung werden die Gegenstände mit destilliertem Wasser abgespült.
Danach von Hand falls nötig nochmals gereinigt,
und auf eventuelle Schäden kontrolliert.
Im Anschluss werden sie in eine Instrumentenwanne eingelegt.
In dieser befindet sich eine Lösung bestehend aus destilliertem Wasser
und einem selbständig reinigenden Instrumentendesinfektionsmittel.
Eine Stunde beträgt die Einwirkdauer.




Nach der Reinigung werden die Gegenstände wieder mit destilliertem Wasser
abgespült und Luftgetrocknet.
Danach wird alles einzeln in speziellen Sterilisationsbeuteln eingeschweißt.
Dies geschieht mit einem ärztlichen Folienschweißgerät der Firma MELAG.
Die Breite der Schweißnaht muss mindestens 6mm betragen.
Mein Schweißgerät stellt 10mm breite Schweißnähte her.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Als nächstes folgt die Sterilisation.
Dies geschieht bei 134°C und 2 bar Druck in einem Autoklaven (Dampfsterilisator).





















Dies ist die beste und sicherste Methode um chirurgische Instrumente zu sterilisieren.
Dieser wird nach Vorschrift alle 6 Monate mittels eines mikrobiologischen
Sporentest auf Funktionalität überprüft.
Hier, ein mikrobiologisches Untersuchungsprotokoll:

(das aktuell gültige kann gerne auf Wunsch eingesehen werden)

 



Bei jeder Charge wird im Autoklaven mittels einer Helixtestspirale,
in dessen Ende ein Teststreifen eingelegt und dieses mit einer Schraube
verschlossen wird, eine erfolgreiche Kombination von Temperatur, Luftentfernung
und Dampfdurchdringung kontrolliert.


 

Die gelben Indikatorfelder müssen sich dabei von gelb nach dunkelbraun
verfärben, wie auf der Beurteilungstafel zu erkennen ist.


 

Nach jedem Sterilisationsvorgang druckt der Autoklav mittels integriertem
Thermodrucker ein Sterilisationsprotokoll aus.
Dieses beinhaltet den Studionamen, Datum der Sterilisation, Chargennummer,
Zeiten, Drücke, ... und ob der Vorgang erfolgreich war, oder nicht.
Diese Protokolle werden chronologisch mit dem jeweils zugehörigen
Helixindikator in eine Mappe geheftet,
und dienen als Nachweis der erfolgreichen Sterilisation.


 
Das Ergebnis sind steril eingeschweißte Arbeitsmaterialien.
Diese werden lichtgeschützt, trocken und vorschriftsgemäß gelagert,
und sind somit 6 Monate steril.
Am Sterilgutbeutel hat sich ebenfalls ein Indikator von rosa nach braun verfärbt.
An den Beuteln werden Etiketten, mit Angabe meines Namens,
des Sterilisationsdatums, des Ablaufdatums und der Chargennummer, aufgeklebt.
 

Von allen verwendeten, von mir sterilisierten, Gegenständen
die ich für meine Arbeit am Kunden verwende,
werden von den Steribeuteln die Aufkleber abgezogen und auf
der zum Kunden gehörigen Einverständniserklärung aufgeklebt.
Somit lässt sich genau zurückverfolgen, bei welchem Kunden
ich von welcher Charge Material verwendet habe, und in Verbindung
mit dem Sterilisationsprotokoll, der halbjährichen mikrobiologischen
Überprüfung und dem Helixtest die Sterilität beweisen.

 
Bitte achtet bei jedem Besuch in einem Tattoo- oder Piercingstudio ob die
Materialien korrekt sterilisert werden, bzw. die Rückverfolgung von
verwendeten sterilisierten Materialien anhand einer Dokumentation möglich ist.

 
Dies dient DEINER Gesundheit!
 

All diese Schritte werden mit größter Sorgfalt und bestem Gewissen erledigt!

Hygiene steht bei mir an ERSTER Stelle!

 





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